Prüfungshinweise

Prüfungen für Studierende der Rechtswissenschaft

Aktuelle Informationen über Prüfungstermine etc. finden Sie hier.
Die Anmeldungen zu den Prüfungen erfolgen über das KSL.

Reglement über das Bachelor- und das Masterstudium und die Leistungskontrollen an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern (Studienreglement RW [RSL RW])

Bemerkungen zum Prüfungsstoff

Einführungsstudium

Der Prüfungsstoff umfasst das Obligationenrecht Allgemeiner Teil und das Kaufrecht, insgesamt also die Art. 1 bis 215, wobei der Schwerpunkt der Prüfungsfragen auf dem Stoff gemäss der Gliederung im OR Skript (blaues Skript) beruht. Zum Prüfungsstoff gehören auch punktuelle Bereiche des ZGB, soweit sie in der Vorlesung behandelt wurden (Personenrecht, insb. Handlungsfähigkeit und Persönlichkeitsschutz, sachenrechtliche Anspruchsgrundlagen, insb. Vindikation). Andere Gesetzesbestimmungen, Auszüge von Urteilen oder andere juristische Texte können als Grundlagen für Fragen dienen, sofern damit das Textverständnis der Studierenden geprüft wird.

Bachelorprüfungen

Kindesunterhalt und Vorsorgeausgleich bei Scheidung (ZGB): Bei den Bachelorprüfungen ab Juni 2017 gehört das neue Recht des Kindesunterhalts und des Vorsorgeausgleichs bei Scheidung, das am 1. Januar 2017 in Kraft tritt, zum Prüfungsstoff (im Januar 2017 ist dagegen das neue Recht des Kindesunterhalts und des Vorsorgeausgleichs bei Scheidung letztmals noch nicht Prüfungsstoff). Studierende dürfen das neue Recht als Separatausdruck an die Prüfung bringen. Erlaubt ist entweder ein beidseitiger Ausdruck aus dem Internet auf Papier Format A4 oder das Einkleben der neuen Gesetzesbestimmungen und das Überkleben des bisherigen Gesetzestextes durch die neuen Gesetzesbestimmungen.

Neben Sonderausdrucken, Ein- und Überklebungen ist auch eine aktuelle, diese Revisionen bereits enthaltende Ausgabe des ZGB zugelassen.

Zivilprozessrecht: Zivilprozessrechtliche Fragen können an der schriftlichen Bachelorprüfung Teil der Aufgabenstellung sein. Ebenfalls Teil des Prüfungsstoffes sind die Grundzüge des Einleitungsverfahren (SchKG) wie sie im Rahmen der Vorlesung behandelt wurden. Eine Gesetzesausgabe des SchKG wird für die Beantwortung etwaiger Fragen nicht benötigt. Nicht Teil des Prüfungsstoffes ist die Schiedsgerichtbarkeit.

Regelung betreffend Gesetzestexte an schriftlichen Prüfungen

Bei den schriftlichen Prüfungen im Privatrecht werden keine Gesetzestexte zur Verfügung gestellt. Die Studierenden müssen im Einführungs- und im Hauptstudium ihre eigenen Gesetze mitbringen.

Bei den Prüfungen im Privatrecht müssen folgende Gesetzestexte mitgenommen werden

An die zweistündige schriftliche Einführungsprüfung (Fachmodul Privatrecht I):

  • Obligationenrecht, OR
  • Zivilgesetzbuch, ZGB

An die fünfstündige schriftliche Bachelorprüfung (Fachmodul Privatrecht II+III):

  • Bundesverfassung, BV
  • Obligationenrecht, OR
  • UN-Kaufrecht, CISG
  • Zivilgesetzbuch, ZGB
  • Partnerschaftsgesetz, PartG
  • Bundesgerichtsgesetz, BGG
  • Datenschutzgesetz, DSG
  • Schweizerische Zivilprozessordnung, ZPO
  • Einführungsgesetz zur ZPO, StPO und JStPO, EG ZSJ (Kanton Bern)
  • Gesetz über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft, GSOG (Kanton Bern)

FAQ zur zulässigen Verwendung von Gesetzestexten

Welche Gesetzestexte sind zugelassen?

Es sind beliebige Gesetzesausgaben in "Buch-Format" erlaubt, solange sie keine Kommentare enthalten. Beispielsweise erlaubt sind somit die TEXTO-Gesetzesausgaben oder die navigator-Gesetzesausgaben.
(Beispiel für eine nicht erlaubte Gesetzesausgabe: Tina Purtschert/Eva Maissen, OR AT - BT, Arbeits- und Lernausgabe, Zürich 2013)
Ausgedruckte PDF-Versionen der Gesetze sind nicht zulässig.

Blosse Querverweise auf andere Artikel (wie z.B. in der Gesetzesausgabe von Gauch) sind erlaubt, ebenso Fussnoten mit Hinweisen auf BGEs (wie z.B. in der kaufmännischen Studienausgabe).

Falls die verwendete Gesetzesausgabe die entsprechenden Bestimmungen nicht enthält, ist es erlaubt, den Schlusstitel ZGB sowie die Schluss- und Übergangsbestimmungen OR in der amtlichen Version als Ausdruck, beidseitig bedruckt, maximal im Format A4, an die Prüfung mitzunehmen.

Was darf man in die Gesetzestexte schreiben?

Notizen im Gesetz und farbige Markierungen des Gesetzestextes sind erlaubt. Es dürfen der Gesetzestext inklusive Gesetzestitel und Gesetzesmarginalien sowie die Notizen mit Leuchtstift markiert werden. Die Stiftfarbe ist frei wählbar.

Darf man an die Gesetzestexte Griffregister anbringen?

Griffregister am Rand, damit man sich im Gesetz schneller zurecht findet, sind erlaubt.

Was ist NICHT erlaubt?

Nicht erlaubt sind lose Einlageblätter (ausser in der amtlichen Ausgabe, soweit diese Blätter ihrerseits amtlich sind und der Aktualisierung des Gesetzes dienen); ebenso nicht erlaubt sind eingeklebte Blätter.

Nicht erlaubt ist es, nicht benötigen Gesetzestext mit Tipp-Ex zu übermalen, um so zusätzlichen Platz für Notizen zu gewinnen.

Notizblätter, Lehrbücher, Kommentare etc. sind nicht erlaubt.